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Alb Extrem |
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Alb Extrem 2006 - Ein Erfahrungsbericht![]() Der Start ist immer ziemlich zäh. Bis alle Starter sich durch das Ottenbacher Nadelöhr am Start gezwängt haben und ihr Startbändel bekommen haben, ist schnell mal eine halbe Stunde ins Land gegangen. Es lohnt also, etweder ganz früh zu kommen, oder sich Zeit zulassen und spät zu starten. Ich habe die Zeit genutzt um mit der Gruppe von Markus ein paar Kilometer warmzurollen. Dann geht es gleich steil los. Vom Start weg geht es eine 15% Steigung hoch nach Hohenstaufen. Ufff, ist es denn noch weit? Nun führt die Strecke nach Schwäbisch Gmünd, wo die Ampeln ausgeschaltet sind und Polizei die Radfahrer über die Kreuzungen leitet. Super! Aus Gmünd dann wieder Stufe für Stufe hoch, zurück auf den Asrücken und runter nach Ottenbach. Der nächste Anstieg nach Rechberg ist wieder steil. Aber bisher sind alle Ansiege nicht allzu lang. Über Reichenbach geht es über rauhen Teer nach Wißgoldingen, runter, rauf, runter, rauf, bis in Waldstetten die erste Verpfegungsstelle erreicht wird. Nach eine kurzen Pause, wollen wir nun mal ein paar Höhenmeter auf den Tacho bringen. Es geht über Weiler in den Bergen auf in den Viertelespass. Der strengt ordentlich an, ich sehe die ersten vom Rad steigen. Kaum oben, geht es gleich über Weißenstein rauf auf die Alb. Ich muss aufpassen, denn mein Puls erreicht die 170. Lieber mal etwas Dampf rausnehmen und langsamer fahren, denn ich bin weit über der aeroben Schwelle. Die Gruppe wartet oben auf die Nachzügler und da ich nicht der letzte bin, kann ich auch noch etwas verschnaufen. Die Abfahrt von Treffelhausen ins Eybachtahl ist schön und bietet Gelegenheit auf dem Rad zu frühstücken (den guten Powerbar), denn der nächste Anstieg nach Böhmenkirch folgt unmittebar. Ich achte darauf, in der Abfahrt die Beine nicht zu lange ruhig zu halten, denn so was rächt sich bekanntlich sonst. Somit ist die relativ flache Steigung kein Problem. Nun kommt die Strecke oben über Bartholomä (2. Verpflegungstelle), Söhnstetten nach Waldhausen. Ganz fiese Rampen sind hier eingebaut, alle nicht zu lang aber oho. Generell fallen mir die Senken und Hügel schwer, man versucht schnell drüber zu kommen, aber das schlaucht. Und wenn man erst mal runterschalten muss in den kleinsten Gang ist das auch nicht gut für die Moral. Wir rollen nach Geislingen, welches später noch mal in die Strecke eingebaut ist. Die ersten ganz fixen kommen uns entgegen, die haben den zweiten Teil der Alb schon hinter sich, und ich bin etwas neidisch. Von Geislingen nach Weiler ist für mich kein Problem. Dieses Hügelchen haben wir bei den vorbereitenden Ausfahrten schon mehrfach gemacht, das hilft im Kopf und in den Beinen. Es folgen wieder (Boden-)Wellen und Wind, sind wir denn beim Segeln, hier? Ich verstecke mich immer öfter im Windschatten meines Vordermannes um einigermassen voranzukommen. Mittelerweile ist es auch wirklich heiss geworden, das Thermometer zeigt 30Grad im Schatten. Wirklich froh bin ich die dritte Raststelle in Hofstett-Emerbuch zu sehen. So nun sind wir deutlich über der Hälfte, der Rest ist der (lange) Heimweg. Danach geht es noch eine Weile so weiter, bis wir endlich wieder nach Geislingen hinunterrollen dürfen. Wieder kommen uns in Geislingen Radler entgegen. Dieses Mal sind es die armen, die noch mal rauf müssen auf die Alb. Ob die wohl jetzt mich beneiden? Der nächste Anstieg ist einer von der Sorte die ich nicht so mag. Lang und vor allem lange Geraden. In der Stöttener-Steige kann man weit nach vorne schauen bis zur nächsten Kurve, und was sieht man: aufwärts aufwärts aufwärts. Ich fahre an ein paar müden Jungs vorbei, die ihr Fahrrad schieben. Meine Oberschenkel sagen zu mir "Steig doch auch ab". Aber mein Kopf sagt: "dann kommst du nie mehr auf's Rad". Also Zähne zusammenbeissen und hoch. Oben ist ja dann die letzte Verpflegungsstelle. Leider sind die Getränke alle, der Veranstalter hat wohl nicht mit so großer Hitze gerechnet. Na Wasser gibt es auf jeden Fall immer und danach lechts der Körper. Jetzt ist es nicht mehr allzuweit bis zum Ziel. Die 15% Rampe zum Sendeturm fahre ich so langsam wie es geht, ohne umzufallen. Dann ein bisschen geradeaus und runter nach Donzdorf und Winzingen. Auf Grund von Strassenbauarbeiten geht die Strecke nun noch mal nach Reichenbach und hoch zu den Reiterhöfen. Geschafft! Wir rollen nach Ottenbach runter und sind doch recht froh, dass es zu Ende ist. Zumindest mal für dieses Jahr! Hier noch mal ein Lob für die Veranstalter, so eine tolle Ausfahrt zu organisieren! Ok, dass mit den Getränken muss verbessert werden, soll aber nicht die insgesamt starke Leistung mindern. Ausserdem ein Dank an Markus für den super Vorbereitungskurs, so kann auch ein Hobbyradler wie ich die Alb mit erhobenem Haupt durchfahren. Man sieht sich nächstes Jahr, natürlich im Vorbereitungskurs des MF-Trainingstreff. |
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